Chitwan Nationalpark

Um zu dem Dorf in welchem wir übernachten wollten zu kommen, mussten wir erst einen Fluss durchqueren.

Angeblich ohne Krokodile. Aber spannend war es trotzdem in der Dämmerung bis zu den Oberschenkeln mitten im Urwald in einem Fluss zu stehen! Dann haben wir endlich das Dorf erreicht. Das ist wirklich wunderschön!! Alle Häuser sind aus Bambus und Elefanten Dung gebaut und es gibt kein Strom. Abend gegessen haben wir auf einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Fluss. Ein schöneres Weihnachtsessen kann ich mir fast nicht vorstellen!

Am nächsten Tag gings – nachdem der Nebel endlich aufgeklart hatte – noch tiefer in den Urwald. Da haben wir sogar Baby Tiger Spuren gefunden. Leider hatte der Tiger in der Nacht ein Reh gerissen und wir mussten das Gebiet großräumig umgehen um nicht als Rivalen gesehen zu werden. Mittags saßen wir auf einer Anhöhe mit tollem Blick auf einen Fluss. Leider sind keine Tiere außer ein paar Rehe vorbei gekommen.

Aber auf dem Rückweg haben wir nochmal ein Nashorn gesehen. Und wir haben eine irre leckere Frucht gefunden. Ich weiß leider nicht wie sie heißt, aber irgendwas Richtung Zitrone oder Orange nur in Melonengröße. Die ganzen zwei Tage haben wir kleinere Früchte gegessen die ein bisschen nach Banane geschmeckt haben. Ich hab noch nie so einen Geschmack geschmeckt, aber ich vermiss diese Früchte jetzt schon.

Der zweite Tag war etwas ereignisloser, da wir so weit laufen mussten um das Tiger Revier zu umgehen. Dafür haben wir noch eine andere Affenart gesehen und ich wurde von einer “Fire Ant” gebissen. Durch die Hose durch! Angeblich ungefährlich, aber mein Knie ist trotzdem in kürzester Zeit so dick angeschwollen wie noch nie. Genauso schnell war die Schwellung dann aber auch wieder weg und jetzt sieht man fast nichts mehr.

Nach einem weiteren Lagerfeuer Abend gings dann ins Bett. Am nächsten Morgen mussten wir schon in der Dunkelheit los um den Bus zu erwischen. Das war auch echt spannend weil wir die ganze Zeit nach Tieren hören mussten und wirklich nichts gesehen haben. Und dann mussten wir auch noch den Fluss durchqueren in völliger Dunkelheit. Das war vielleicht spannend. Aber zum Glück nicht kalt, die Flüsse im Dschungel sind alle angenehm warm. Nach weiteren zwei Stunden Busfahrt waren wir dann wieder in der Zivilisation und noch 9 Stunden später wieder in Kathmandu.

Auf der Busfahrt hab ich Apollon aus Griechenland kennengelernt mit dem ich dann abends mein Abschlussessen hatte. So schnell war mein Nepal Besuch dann auch schon wieder vorbei. Aber der letzte Abend war ein wirklich schöner Abschluss in einen typisch nepalesischem Restaurant und einem Nacht Spaziergang durch Kathmandu. Ich glaub ich werde sogar diese dreckige, stressige Stadt vermissen.

Auch wenn Nepal ein wunderschönes Land ist und ich definitiv wieder herkommen werde, freu ich mich echt auf gute Straßen und Warmwasser und ein bisschen Luxus.